Über einem Sockel mit Treppenaufgang, überragt die Kirche mit den beiden spitzen Türmen und der Kuppel über der am Chor angebauten Sakristei bereits von weither sichtbar den Ort. Dieser existiert bereits seit Ende des 10.Jh. als »Toutinhusa«. 1154 kam er zu Rott am Inn und wurde dann, 1221 Beyharting zugesprochen. Ab 1441 entwickelte er sich zu einem der frühesten und berühmtesten Wallfahrtsorte in Bayern.
Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt:
An den äußeren, sowie auch an den inneren Kirchenmauem sind zahlreiche Votivbilder aus der Zeit seit dem 15.Jh. zu entdecken. Die heutige Kirche wurde von V. Schmidt nach einer älteren bis 1630 erbaut. Die spätgot. Türme über dem Chor wurden jedoch beibehalten. Der im unteren Teil sehr breite Turm teilt sich erst weit oben zu 2 Türmen. BeideTürme erhielten ihre Spitzhelme erst 1890. Sehr sehenswert ist die spätgotische Turmhalle darunter befindet sich ein Netzgewölbe mit 8 Kragsteinen. in der Form v. Köpfen und Schlußsteinen in Form von Halbfiguren. Ebenso das noch von Spätgotik, aber auch neu beeinflußte weiträumige dreischiffige Langhaus, das ausgezeichneten Stuck in der Art wie er auch in der Münchner Residenz oder im Alten Schleißheimer Schloss vorhanden ist, aufweist. Sehenswert ist vor allem auch der Hochaltar v. 1630 mit dem Gnadenbild, einer thronenden Madonna von 1548 unter Rokokobaldachin. Die Seitenaltäre sind 1630 entstanden, die Kanzel 1633. Aus derselben Zeit stammen auch mehrere Plastiken (auch ein großes Kruzifix mit Mater dolorosa) sowie die Brüstung der W-Empore. Das Tafelbild »Tuntenhausener Tod« entstand im 17.Jh., der Orgelprospekt im 19.Jh.
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